Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Before I die – Was bedeutet es, sterblich zu sein?

Dialogvortrag

K-20-1-2104

MI 01.07.20, 19:00 – 21:00 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker Fabian Erhardt, Philosoph, Universitätsdozent

Haus der Katholischen Kirche

8,00 €

Während die antiken Götter sich unendlichen Wonnen und Dramen hingeben, fristen wir Sterblichen auf den ersten Blick ein weitaus begrenzteres Dasein. Jeder Moment trägt uns dem Abschluss unserer Möglichkeiten ein Stück näher. Wir verstehen den Tod von der Zeit her: als Ende ebendieser. Was aber, wenn wir die Sinnrichtung umdrehen, und die Zeit vom Tod her verstehen: dann erscheint er als “Unruhe im Unbekannten” (Lévinas), welche die Zeitlichkeit der Zeit und damit das Leben erst erschließt. In dieser Perspektive entpuppt sich der Tod nicht als bloßer Schlusspunkt des Lebens, sondern ebenso als Nullpunkt des Sinns – weil wir sterblich sind, kann Sinn überhaupt anfangen. Diesen etwas ungewohnten und nicht ganz einfach zu durchdringenden Gedanken wollen wir gemeinsam erkunden: Bringen wir ihn mit unserer Lebenserfahrung zur Deckung? Kommt er angesichts der Endgültigkeit des Todes einer Beschönigung oder Klügelei gleich? Unter Umständen zeichnet sich auf den Fluchtlinien dieser Fragen gar eine Definition des Menschen ab, die eine Brücke zwischen antikem und modernem, zwischen religiösem und säkularem Bewusstsein schlägt: “Der mit dem Sinn tanzt, weil er das Lied vom Tod spielt”…