Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Nachhaltiger Umgang mit Wasser in den Klöstern

K-21-2-1023

MI 01.12.21, 19:00 – 20:30 Uhr

Dr. Ulrich Knapp, Kunsthistoriker

Haus der Katholischen Kirche

10,00 €

Trinkwasser und Nutzwasser waren schon immer eine begrenzte Ressource. Aus diesem Grund waren schon im Mittelalter die Wassernutzungsrechte sehr genau definiert und abgegrenzt. Dies betraf vor allem auch die Klöster, die sowohl auf Trink- als auch auf Nutzwasser angewiesen waren. Von besonderer Bedeutung für die Klöster waren die Mühlen bzw. die Mühlenstandorte. Bereits im Mittelalter kam es zu Konflikten zwischen den Mühlenbetreibern und den Bauern wegen der Wasserentnahme zur Wiesenwässerung. So kann man beim näheren Betrachten der Klosteranlagen feststellen, dass eine durchdachte Wasserführung einer mehrfachen Nutzung des Wassers diente. Die Einrichtungen zur Fassung und zum Transport von Trinkwasser, das Speichern von Wasser als Energiequelle, die Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen, die Nutzung als Energieträger, als Transportmittel und schließlich zur Fischzucht setzten ein fein ausdifferenziertes System von wasserbautechnischen Einrichtungen voraus, die zum Teil bis heute in Benutzung sind.