Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Lothar König: Stuttgarter – Jesuit – Widerstandskämpfer

Stationen eines Lebens

K-21-2-1026

FR 03.09.21 – SA 02.10.21

Eröffnung: FR 03.09.21, 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer: SA 04.09. – SA 02.10.21, täglich 9:00 – 19:00 Uhr (außer an Sonn- und Feiertagen)

Haus der Katholischen Kirche

Eintritt frei

Lothar König wurde am 3. Januar 1906 in Stuttgart geboren, wo er auch aufwuchs. Nach dem Ersten Weltkrieg war er als Schüler maßgeblich am Aufbau einer katholischen Jugendbewegung im neu gegründeten Schülerverband “Neudeutschland” (ND) tätig, geführt von den seit 1920 in Stuttgart tätigen Jesuiten. Nach dem Abitur trat er in den Jesuitenorden ein, nach Abschluss seiner Studien und der Priesterweihe wurde er Professor für Kosmologie am Berchmanskolleg des Ordens in Pullach.

Die ab 1937/38 drohende Beschlagnahmung der Ordenshäuser durch die NSDAP brachte P. Lothar König als Bevollmächtigter seines Provinzials P. Augustin Rösch für das Berchmanskolleg in schwierige Verhandlungen über die Verwendung des Hauses im Kriegsfall. 1941 waren beide Patres im “Ausschuss für Ordensangelegenheiten” der Bischofskonferenz für den Erhalt der Orden und den stärkeren Einsatz der Bischöfe gegen den Nationalsozialismus tätig. Seit P. Rösch in Kontakt mit Helmuth James von Moltke gekommen war, arbeiteten die Jesuiten Rösch, Delp und König im Kreisauer Kreis mit.

Lothar König konnte sich nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verstecken und so die Naziherrschaft überleben. Schwer erkrankt starb er am 5. Mai 1946 in München. Anlässlich seines 75. Todesjahres zeichnet die Ausstellung – realisiert von der ND-Stadtgruppe Lothar König – die Lebensstationen dieses Stuttgarters nach.