Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Das Glück wohnt neben dem Großhirn

K-20-1-4111

DO 06.02.20, 19:00 – 20:30 Uhr

Harald Gumbl, Sozialwissenschaftler, Gestalttherapeut

Haus der Katholischen Kirche

8,00 €

Wenn man sich das Bild anschaut, das die meisten Menschen von sich vermitteln, könnte man meinen wir sind eine Gesellschaft glücklicher, erfolgreicher, sich selbst verwirklichender Menschen. Schaut man jedoch hinter die Fassade, zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab – ein Bild von mit einem Bein im Burnout stehenden, getriebenen, sich selbst kasteienden Menschen, die nie ankommen, weil sie sich ständig neu erfinden müssen. Man könnte fast meinen, dass diejenigen, die sich besonders intensiv der Selbstoptimierung und Potenzialentfaltung widmen, am unglücklichsten sind.

Versuche, etwas daran zu ändern, führen meist zu noch mehr Stress, weil man nun zusätzlich Achtsamkeitsübungen macht oder dreimal die Woche joggen geht. Ein wirklicher Ausweg ist möglich, wenn man aus dem Bewertungszirkus aussteigt und sich der Führung durch die eigenen Gefühle anvertraut. Das bedeutet zum Beispiel, dass man auf seine innere Stimme hört und nicht auf eine App, die einem sagt wie viele Schritte man an diesem Tag noch gehen sollte. Vielen Menschen fällt es leicht elektronischen Bauteilen zu vertrauen, den eigenen Gefühle zu vertrauen fällt ihnen ungleich schwerer. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt Harald Gumbl auf, worin wichtige Unterschiede liegen zwischen Menschen, die eine große Zufriedenheit ausstrahlen und Menschen, die immer neu Bestätigung von außen brauchen.