Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Romantik und Klassizismus: Johann Heinrich Dannecker, Christian Gottlieb Schick und Caspar David Friedrich

Allgemeinbildungskurs in Stuttgart-Sillenbuch

K-19-1-2300

MO 07.01.19 – MO 04.02.19

Mo 07.01.|14.01.|21.01.|28.01.|04.02.19,
jeweils 18:00 – 19:30 Uhr

Ulla Groha, Kunsthistorikerin, Museumspädagogin

Gemeindehaus St. Michael, Kleinhohenheimer Str. 15

30,00 €

Die Malerei um 1800 in Deutschland war geprägt von zwei Richtungen: Klassizismus und Romantik. In bei- den spiegeln sich sowohl die politi- sche Situation als auch die gesell- schaftlichen Verhältnisse wider. Schon gegen Ende des 18. Jh. ent- wickelte sich die Kunst des Klassizis- mus, in dem als Gegenbewegung zu Barock und Rokoko wieder eine nüchterne und klare Bildsprache bevor- zugt wurde. Dabei geht es vor allem um das Streben nach „edler Einfalt und stiller Größe“, mittels derer durch erzieherische Bildmotive das Ideal des aufgeklärten Menschen beschworen wird. Mit Künstlerpersön- lichkeiten wie Dannecker und Schick war Stuttgart ein Zentrum dieser Entwicklung, so dass der „Schwäbische Klassizismus“ maßgeblich diese Strömung getragen hat. Der zum Grübeln neigende Caspar David Frie- drich widmet sich zum einen kontemplativen romantischen Gefühlen und religiösem Empfinden mittels symbolisch zu deutenden Naturme- taphern. Das zentrale Moment seiner Kunst ist das Streben nach Befrei- ung und Sich-Erlösen aus der bedrohlichen Wirklichkeit, also romanti- sche Todesflucht und Paradiessehnsucht in einem. Daher finden sich in seinen Werken sowohl sinnbildlich zu verstehende Katastrophen, trost- lose Einsamkeit und religiöse Visionen. Zum anderen spricht aus vielen Arbeiten eine durch die Befreiungskriege geprägte vaterländische Ge- sinnung, deren entschiedener Verfechter C.D. Friedrich war.