Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Vorträge (Talks): small projects for coming communities

Talks und Aktionen

K-19-1-2002

SA 11.05.19, 12:00 – 20:00 Uhr

Prof. Dr. Dorothee Richter, Kuratorin, Ronald Kolb, Co-Kurator

Hospitalhof, Büchsenstr.33, Stuttgart

Wie und wo entsteht Gemeinschaft? Was sind ihre Rahmenbedingungen und Wunschapparate und wo endet sie, wo sind ihre Grenzen?

Small Projects for Coming Communities interessiert sich für die ephemeren Strukturen und transversalen Rahmenbedingungen von Gemeinschaften, für ihre sich immer wieder wandelnden Wunschvorstellungen und die Grenzen dieser fragilen Formationen.
Das Projekt ist eine Kooperation des KBW Stuttgart, des Hospitalhofs mit den Kurator*innen und Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste. Es beinhaltet Ausstellungen, Talks und Kunstaktionen in Stuttgart und Zürich.

Die Scores bilden das Gerüst des Projekts, das im Kern für alle online verfügbar und erweiterbar ist durch die Webseite: www.comingcommunities.org. Jede*r ist eingeladen, Scores zu realisieren und zu interpretieren und auf der Website zu veröffentlichen und mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die Online-Plattform wird über die Ausstellungen in Stuttgart und Zürich hinaus bestehen bleiben und versteht sich als fortlaufendes Projekt und als Sammlung von Scores und deren Umsetzung, die für jede*n, jederzeit, weltweit zur Verfügung steht. Selbst scores für das Projekt entwickeln und mitmachen!

Am 11. Mai, ab 12 Uhr findet Vorträge und Aktionen im Hospitalhof statt mit:
Grant Kester (per skype, US),
Elke Krasny (AU),
Sabih Ahmed (India),
Jeanne van Heeswijk (NL),
Tine de Moor (NL)

Grant Kester (US) ist Kunstwissenschaftler und Gründungsherausgeber von FIELD: A Journal of Socially Engaged Art Criticism. Kester ist eine der führenden Persönlichkeiten im entstehenden kritischen Dialog um “relationale” oder “dialogische” Kunstpraktiken.

Elke Krasny (AT) ist Kuratorin, Kulturtheoretikerin, Stadtforscherin und Autorin. Sie unterrichtet an der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Sie forscht zu Architektur, zeitgenössischer Kunst, Urbanismus, Geschichten und Theorien des Kuratierens, kritischen Historiographien des Feminismus, Politiken der Erinnerung und den Überschneidungen dieser Felder. Sie möchte zur Innovation und Debatte in diesen Bereichen beitragen, indem sie experimentelle postdisziplinäre Verbindungen und Allianzen zwischen Forschung, Lehre, Kuratieren und Schreiben bildet.

Sabih Ahmed (India) ist Kunsthistoriker und Senior Researcher am Asia Art Archive (AAA). Bei AAA leitet er ver-schiedene Forschungsinitiativen im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst in Indien, darunter Digitalisierungsprojekte von Künstlerarchiven, die Erstellung digitaler Bibliographien von volkstümlichen Kunstschriften sowie die Organisation von Konferenzen und Workshops.

Jeanne van Heeswijk (NL) ist Künstlerin und Aktivistin. In ihren Projekten widmet sie sich der Schaffung dynamischer und vielfältiger öffentlicher Räume. Ihre langjährigen, in die Gemeinschaft eingebetteten Projekte hinterfragen die Autonomie der Kunst, indem sie performative Aktionen, Diskussionen und andere Formen der Organisation und Pädagogik kombinieren. Sie hat weltweit Projekte realisiert, die sich dem Gemeinschaftsbegriff widmen, u.a. mit Philadelphia Assembled (2014) in den USA.

Tine de Moor (NL) ist Professorin für “Institutions for Collective Action in Historical Perspective” am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Utrecht. Durch einen interdisziplinären Ansatz zur Erforschung der langfristigen Entwicklung ländlicher Gemeingüter überarbeitete De Moor die historische Grundlage von Hardins Tagedy oft he Commons (Tragik der Allmende), indem sie umfangreiche empirische Forschung und Analyse mit einem theoretischen Rahmen verband.

Die Vorträge werden in englischer oder deutscher Sprache gehalten. Für die Vorträge in englischer Sprache wird eine deutsche Zusammenfassung zur Verfügung gestellt (schriftlich).

EINTRITT FREI! Wir bitten um Anmeldung.

Ausführlich mit Pressinfos: www.insight-kunst.de