Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Verzeihen – vergeben – versöhnen

Zum Umgang mit gewollten und ungewollten Folgen des Getanen

Logos

FR 12.11.21 – FR 26.11.21

Fr 12.11. | 19.11. | 26.11.21, jeweils 9:30 – 12:30 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl.-Theologe, Philosophischer Praktiker

Haus der Katholischen Kirche

69,00 €

Auf die Frage, warum Verzeihen oft so schwer fällt, genügt die Antwort nicht, dass man es nicht “willentlich” tun könne. Ist es nicht doch eher eine Frage der Haltung? Auf alle Fälle muss die fundamentale Logik unserer Gesellschaft durchbrochen werden: die Tauschwertlogik, die auf dem “Abbezahlen” besteht. Das Verzeihen durchbricht diesen Schuldausgleich. Verzeihen befreit durch Verzicht auf Vergeltung. Vergeben hängt hingegen mit Gabe zusammen, und hier ist das Geschenk das Ermöglichen eines Neuanfangs trotz aller Schuld. Während ich verzeihen kann auch ohne den anderen, braucht es zur Versöhnung zwei. Ein Wort, in dem Sühne steckt. So führen die im Titel angesprochenen Begriffe nicht nur zu Grundfragen der Existenz, sondern auch zu Fjodor Dostojewski, dessen 200. Geburtstag am 11. November gedacht wird; einem, bei dem wir aufregende Gedanken zum Thema finden, nicht nur in Schuld und Sühne (neu übersetzt: Verbrechen und Strafe), sondern auch im größten aller Kriminalromane: Die Brüder Karamasow. Auch von ihm inspiriert fragen wir nach dem Umgang mit gewollten und ungewollten Folgen des Getanen und der Geschichte.

Information und Anmeldung: Logos-Institut Thomas Gutknecht, Tel. 0 71 22 / 484, gutknecht_at_praxis-logos.de