Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Bauern-, Blumen-, Höllenbrueghel – Die Malersippe Brueghel

Allgemeinbildungskurs in Sillenbuch

K-20-1-2300

MO 13.01.20 – MO 10.02.20

Mo 13.01. | 20.01. | 27.01. | 03.02. | 10.02.20, jew. 18:00 – 19:30 Uhr

Ulla Groha, Kunsthistorikerin, Museumspädagogin

Gemeindehaus St. Michael, Kleinhohenheimer Str. 15

30,00 €

Die flämische Brueghel-Familie aus Antwerpen zählt zu den bedeutenden Malergeschlechtern des 16. und 17. Jahrhunderts. Ihre Werke wurden bereits von Zeitgenossen hoch geschätzt. Heute sind sie in den berühmtesten Museen und Sammlungen der Welt. Die fortpflanzungsfreudige Familie hat in rund 150 Jahren zahlreiche Talente hervorgebracht und sich weit verzweigt.

Der künstlerische Stammvater der späteren Großfamilie war Pieter Brueghel der Ältere. Seine Werke hatten einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der gesamten flämisch-niederländischen Landschafts- und Genremalerei. Besonders bekannt wurde Pieter d.Ä. durch seine Darstellungen des bäuerlichen Lebens, wie sie sich in den “Bauernhochzeiten” bzw. “Bauerntänzen” finden. Wegen dieser Bildmotive wird er auch der “Bauernbrueghel” genannt.

Sein namensgleicher Sohn Pieter Brueghel der Jüngere – auch als “Höllen-Brueghel” bekannt – orientierte sich sehr stark am Werk des Vaters und war im Wesentlichen als dessen fast serienmäßig arbeitender Kopist tätig. Sein drei Jahr später geborener Bruder Jan Brueghel der Ältere (1568-1625), der “Blumen-Brueghel”, schlug hingegen einen anderen Weg ein. Vorrangig befasste er sich mit naturgetreuen Blumenstücken, kleinformatigen Landschaftsbildern sowie detailreichen Allegorien. Es sind wegweisende Arbeiten für die flämische Barockmalerei.