Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Was ist gewiss? Eine kurze Geschichte des philosophischen Zweifelns Skepsis als ein Eckpfeiler Europäischer Philosophie

Philosophie im Hegelhaus

K-19-1-2102

MI 13.02.19, 16:00 – 18:00 Uhr

Benedikt Rittweiler, Philosoph

Hegel-Haus, Eberhardstr. 53

8,00 €

Europäisch zu denken, kann sehr Verschiedenes bedeuten. Mit Friedrich Nietzsche könnte man zum Beispiel meinen: Europäisch zu denken – oder wenigstens: europäisch zu philosophieren – bedeutet, zu zweifeln. Man könnte vielleicht hinzufügen: Es bedeutet, radikal zu zweifeln. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür sind die “Meditationen” (1641) von René Descartes, in denen er schreibt: “Ich nehme also an, dass alles, was ich sehe, falsch ist. Ich glaube, dass nichts jemals existiert hat (…). Was also wird wahr sein? Vielleicht dies eine, dass es nichts Gewisses gibt.” Nicht nur René Descartes, sondern auch viele andere Philosophen haben sich lange vor unseren gegenwärtigen Diskussionen über “Fake News” und ein “postfaktisches Zeitalter” mit dem Verhältnis von Wissen und Zweifel beschäftigt. Was heißt es überhaupt, etwas (sicher) zu wissen? Wie erlangen wir dieses Wissen – und welche Rolle kann dabei der Zweifel spielen?