Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Christliche Missionsgesellschaften im Kolonialismus

Wegbereiter, Handlanger oder Entwicklungsalternative?

K-21-2-12xx

MI 13.10.21, 19:30 – 21:00 Uhr

Dr. Margret Frenz, Heisenberg-Stelleninhaberin GloBe, Historisches Institut Universität Stuttgart
Dr. Bernhard Dinkelacker, Theologe, ehem. Generalsekretär Evangelische Mission in Solidarität (ems)

Linden-Museum, Hegelplatz 1, Stuttgart

8,00 € (nur Barzahlung)

Die Initiative der Missionsgesellschaften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Akteurinnen des Kolonialismus lässt sich im Blick auf ihre sozialen wie auch wirtschaftlichen Folgen nur in ihrer Ambivalenz beschreiben. Einerseits gibt es z.B. Bestrebungen der Missionen, den auch von den lokalen Königreichen wie Dahome im Nigeria im Landesinneren mitgetragenen Sklavenhandel zu begrenzen. Andererseits tragen die Missionsgesellschaften dazu bei, dass ganze Regionen für europäische Handelsgesellschaften erschlossen werden – mit massiven Folgen für die lokale Bevölkerung, für die Natur und für die Wirtschaft. Darüber hinaus prägen die Bildungsimpulse der Missionsgesellschaften im kulturellen wie im handwerklichen und technischen Bereich die regionalen Kulturen und nicht zuletzt das europäische Verständnis von “afrikanischer Kultur”.

An den Impulsvortrag von Dr. Bernhard Dinkelaker, der mehrere Jahre in Ghana und als Gastdozent an theologischen Hochschulen in Kamerun und Indien tätig war, schließt sich ein Gespräch mit Dr. Margret Frenz an, die u.a. zu unterschiedlichen sozialen Positionen in kolonialen und post-kolonialen Kontexten sowie Lebenserinnerungen von Menschen während und nach dem Ende der Kolonialzeit forscht.

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung “Schwieriges Erbe. Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus” (bis 30.5.). Vorab bietet das Museum eine Führung durch die Ausstellung an (18:00 – 19:00 Uhr; Eintritt separat).

Kooperation mit: Linden-Museum, Evang. Kirche in der City