Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Wittgenstein und die Philosophie der Sprache

Philosophie am Freitag 2

K-20-2-2102B

FR 13.11.20 – FR 27.11.20

Fr 13.11. | 20.11. | 27.11.20, jeweils 09:30 – 12:30 Uhr

Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Philosophischer Praktiker

Haus der Katholischen Kirche

69,00 €

Die Philosophie Ludwig Wittgensteins ist von einem ungewöhnlich starken Interesse an Sprache geprägt. Der Stellenwert der Sprache in Wittgensteins Philosophie zeigt sich nicht nur in dem, was er sagt, sondern auch darin, wie er es sagt. Die Faszination, die von Wittgensteins Schriften ausgeht, liegt nicht zuletzt auch in ihrer literarischen Qualität; ihm gelingt, was nur wenige Philosophen schaffen, nämlich eine Harmonie zwischen der literarischen Form und dem philosophischen Gehalt seiner Texte herzustellen. Er denkt und schreibt, wie er das Leben versteht. Und wie niemand zuvor bricht er radikal mit frühen Ideen. Während er sich in seinem ersten Buch, dem Tractatus logico-philosophicus darauf beschränkte, zu analysieren, wie Wörter die Welt abbilden können, versteht er spätere Sprache nicht mehr als Zeichensystem, sondern als soziale Praxis. Er lässt davon ab, Sprache auf Aussagesätze zu reduzieren. Stattdessen weist er nun darauf hin, dass wir den Nuancen und der Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache nur dann gerecht werden, wenn wir darauf achten, wie sie im Alltag tatsächlich verwendet wird. Sprache ist nicht dafür da, die Welt wissenschaftlich zu beschreiben, sondern sie ist konstitutiv für die menschliche Existenz: Die Sprache bestimmt unsere Moral, unser Innenleben und unsere Identität. Sprache ist Inbegriff einer Lebensform.

Information und Anmeldung:
Logos-Institut Thomas Gutknecht, 0 71 22/4 84 oder 01 71/8 51 77 28, gutknecht_at_praxis-logos.de