Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Gerhard Richter & Georg Baselitz

Allgemeinbildungskurs zum Sehen und Verstehen von Bildern

K-19-2-2306

MO 16.09.19 – MO 14.10.19

Mo 16.09. | 23.09. | 30.09. | 07.10. | 14.10.19, jew. 09:30 – 11:00 Uhr

Ulla Groha, Kunsthistorikerin, Museumspädagogin

Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45

30,00 €

Gerhard Richter, Jahrgang 1932, und Georg Baselitz, geboren 1938, zählen unangefochten zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. In der Zeit des 3. Reiches geboren, in der DDR die Jugend- und ersten Ausbildungsjahre erlebt und in der Bundesrepublik zu Ruhm gelangt, lässt sich an Hand ihres Lebens und Werks deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte reflektieren. So schuf Richter ein ungemein komplexes Oeuvre voller Widersprüche und Diskontinuitäten. Es umspannt nahezu fotorealistische Naturdarstellungen, unscharfe Schwarz-Weiß-Gemälde nach Fotografien und abstrakte Kompositionen in expressiver Farbigkeit. Doch auch Glas- und Spiegelobjekte in bestechender technischer Perfektion gehören dazu. Was dieses Werk zusammenhält, ist Richters forschende und experimentierende Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Hans-Georg Kern, wie Baselitz mit bürgerlichem Namen heißt, ließ sich ebenfalls nie von Trends und Strömungen vereinnahmen. Anfang der 1960er-Jahre sorgte er mit expressiven Darstellungen von nackten Männern für Aufsehen. In den 1970er-Jahren entwickelte er dann sein bekanntes Markenzeichen: er stellt seine Motive auf den Kopf. Er wolle das Bild damit aus der fatalen Abhängigkeit zur Wirklichkeit befreien, so seine Erklärung. Neben Gemälde schuf er zahlreiche Skulpturen, bei denen er auch moderne Technik wie die Kettensäge einsetzte.