Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Die Charta der Vertriebenen von 1950

Ein Beitrag zur nüchternen Beurteilung

K-20-1-1318

MO 20.07.20, 19:00 – 21:00 Uhr

Dr. Otfrid Pustejovsky, Bohemist, Historiker

Haus der Katholischen Kirche

Eintritt frei. Spenden erbeten

Revanchismus, Heimatnostalgie, Mitgründungsdokument der Bundesrepublik, Friedensverhinderungsdokument – mit dieser kleinen Auswahl einander ausschließender Meinungen, Stellungnahmen und Polemiken aus 70 Jahren kann die politische Spannweite der “Charta der Vertriebenen” umrissen werden, die am 6. August 1950 vor wohl 150.000 Menschen im noch von der Kriegszerstörung gezeichneten Stuttgart verkündet wurde.

70 Jahre lang wurde und wird über Inhalt, Sprache, Bedeutung und Textverfasser vehement gestritten. Die teils sehr umstrittenen Biographien der Unterzeichner spielten und spielen zum Teil aufwühlende Rollen in der Beurteilung – ob durch den sogenannten “kleinen Mann”, die Medien und die Wissenschaft oder die Politik auf Landes- und Bundesebene.

Es ist angesichts des 70. Jahrestages der “Charta” geradezu geboten, einen nüchtern-angemessenen Blick auf diesen Grundsatztext zu werfen und ihn in den Zusammenhang der ersten Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einzuordnen.

Kooperation mit: Ackermann-Gemeinde Diözese Rottenburg-Stuttgart