Katholisches Bildungswerk Stuttgart

Saufen und Dichten zwischen Bohnen im Rotlicht

Literarischer Spaziergang durch’s Bohnenviertel und Leonhardsviertel für Männer

K-19-2-3108

FR 29.11.19, 16:30 – 18:30 Uhr

anschl. Einkehr & Gespräch

Bernd Möbs Literatur- und Stadtführer
Tilman Kugler, Theologe, Pädagoge, Referent in der Männerarbeit

Treffpunkt: Charlottenplatz, Ecke Kanalstraße/ Esslinger Straße, vor der Weinstube “Kiste”

14,00 €
© CC BY-SA 3.0 MSeses

Das Bohnenviertel, Jahrhunderte lang ein armes Weingärtner- und Handwerkerviertel, hat auch heute noch sein ganz besonderes Flair. Von Kriegszerstörungen und durch Abriss bedroht, hat es heute nach liebevoller Renovierung seinen ganz eigenen Charakter bewahrt, mit Weinstuben und schicken Geschäften. Wir beginnen am Charlottenplatz, dort flüchtete Schiller durchs Esslinger Tor, später schrieb dort an gleicher Stelle Wilhelm Hauff aus Langeweile berühmte Märchen.

Privatdetektiv Georg Dengler, die Romanfigur des Krimiautors Wolfgang Schorlau, sitzt derweil in seinem Stammlokal. Nicht weit davon entfernt porträtierte Marie Josenhans das einfache Volk. In der Leonardskirche liegt der berühmte Humanist Johannes Reuchlin begraben. Nicht weit entfernt im “Club Voltaire” in der Leonardstraße planten die 68er die Revolution, und aufmüpfige Schriftsteller verfassten suvbversive Bierdeckel oder hielten provokante Vorträge. Die Hedonisten der 1990er entdeckten die Poesie von Fleischkäsweckle und Prosecco beim Brunnenwirt und bei Brenners’, während mittendrin im Trubel im Schriftstellerhaus kreative Wortkunstwerke entstehen…

Geplant ist der Besuch im “La Strada”, der Anlaufstelle für Armutsprostituierte im Viertel, um uns über die Situation der Frauen aus Osteuropa zu informieren. Danach besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr und Gespräch in einem nahe gelegenen Lokal.

Kooperation mit: Männerarbeit der Diözese