Philosophie und Allgemeinbildung
"Der Impressionismus ist weiblich" - Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzales, Marie Braquemond
Allgemeinbildungskurs im Bischof-Moser-Haus
Jeder kennt die Namen berühmter Impressionisten: Monet, Degas, Renoir. Doch weniger bekannt ist, dass es in ihrem Kreis auch bedeutende Malerinnen gab.
Berthe Morisot, erfolgreiche und geschätzte Kollegin, Freundin und Modell von Manet sowie Gründungsmitglied der impressionistischen Gruppe wird von ihren Zeitgenossen als die „impressionistischste unter den Impressionisten“ hoch gelobt. Ihre Werke wurden zum Teil teurer gehandelt als jene der männlichen Kollegen. Und es gelang ihr wie wenigen ihrer Zeitgenossinnen, ihre Tätigkeit als Malerin mit einer Ernsthaftigkeit und Professionalität auszuüben, wie es Frauen damals kaum zugebilligt wurde.
Die Amerikanerin Mary Cassatt entwickelte durch den engen Kontakt zu Degas ihren unverwechselbaren Stil. Denn in den Bildern des einzigen amerikanischen Mitglieds der Pariser Impressionisten fließen unterschiedliche historische und kulturelle Stränge zusammen, die dem Werk eine singuläre Bedeutung und Stellung in der Geschichte der Kunst verleihen.
Das beeindruckende, wenn auch durch den frühen Tod wenig umfangreiche Oeuvre Eva Gonzales’ besticht durch seine enorme Qualität während die mit den Impressionisten ausstellende Marie Bracquemond zunehmend in Konkurrenz zum Werk ihres Mannes Felix Bracquemond geriet, sodass sich zermürbt von seiner Kritik ihre künstlerische Tätigkeit auf das engste familiäre Umfeld beschränkte bis sie nach 1890 die Malerei ganz aufgab.