Nach der Zeitenwende. Auf der Suche nach einer neuen Sicherheitsarchitektur
Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten, der andauernde Konflikt in der Ukraine und der Wegfall internationaler Verträge zur Rüstungsbegrenzung unterstreichen die Einschätzung von Bundeskanzler Merz aus dem Herbst 2025: „Wir sind nicht im Krieg, aber wir leben auch nicht mehr im Frieden.“
Die Diskussionen um den Wehrdienst und die Verteidigungs- oder gar Kriegstüchtigkeit ordnen sich hier ein, ebenso der Beschluss der NATO-Mitglieder, die Verteidigungsausgaben bis 2025 auf 5 % des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts zu steigern.
In der Gemengelage aus echter oder vermeintlicher Bedrohung durch Russland, den Möglichkeiten hybrider Kriegsführung und nicht zuletzt eines veränderten Verhältnisses zu den USA sucht Europa händeringend nach einer neuen, verlässlichen Sicherheitsarchitektur. Wie kann sie entstehen? Welche Bausteine sind dafür nötig?