Katholisches Bildungswerk Stuttgart keb – Katholische Erwachsenenbildung

Kunst und Kultur

insight: Workshop mit Fara Peluso

Zukunft als Praxis

Sa 14.11.26, 11:00 – 13:00 Uhr

K-26-2-2050G

Fara Peluso, Künstlerin

Haus der Katholischen Kirche

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Zukunftsfragen werden beim Ausstellungsprojekt insight: Zukunft als Praxis nicht als abstrakte Diskussion, sondern als kollektive, körperliche Praxis verhandelt. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Kunst und Performance experimentelle Felder sind, in denen alternative Lebenszusammenhänge vorgeschlagen und erprobt werden können – wenn auch nur temporär. Schon 2019 mit „Small Projects for Coming Communities“ standen diese Betrachtungen im Fokus unseres Ausstellungsprojekts insight:. Daran knüpfen wir an und laden Künstler*innen ein, ihre Ansätze und Fragestellungen mit den Teilnehmenden gemeinsam zu erproben und zu diskutieren.

Beteiligt sind zeitgenössische Künstler*innen, Performer*innen und Choreograf*innen, die an der Schwelle zwischen bildender Kunst und Theater arbeiten, u.a. Emilia Dorr, Byungseo Yoo, Fara Peluso, das Kollektiv Dreaming in Women, Theo Gomez.

Der Workshop

Die Künstlerin Fara Peluso entwirft mit ihrem Projekt „Synthenesis“ ein Szenario für die nahe Zukunft, in dem Menschen Spirulina-Algen als Nahrungsquelle selbst anbauen und in ihren Alltag sowie ihre Rituale integrieren können – mithilfe „lebender Maschinen“, die diesen Syntheseprozess unterstützen.
“Synthenesis” entwirft und beschreibt sie selbst als eine solche lebende Maschine: eine Kunstinstallation, die ein hybrides Organ aus menschlichen und nicht-menschlichen Bestandteilen darstellt – in Anlehnung an das menschliche Gehirn und das „Bauchhirn“ (das enterische Nervensystem). Durch eine chemische Reaktion der Sphärisierung – ein Verfahren aus der Molekularküche, bei dem eine Flüssigkeit in eine Gelmembran aus Natriumalginat und Calciumchlorid eingeschlossen wird – entstehen synthetische, essbare Spirulina-Perlen.
Das Projekt hinterfragt unsere Möglichkeiten zur Gestaltung der Zukunft und thematisiert dabei Aspekte wie Fürsorge, Entscheidungsfindung und Selbstbefähigung (Empowerment).
Im Workshop beschreibt die Künstlerin anhand der Installation in der Ausstellung ihre Arbeit und ihr Vorgehen und beteiligt die Teilnehmenden aktiv daran.

Fara Peluso untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit Möglichkeiten, eine tiefere Verbindung zwischen dem Menschen und der Natur, lebenden Organismen sowie biologischen Prozessen herzustellen; v.a. befasst sich Fara Peluso intensiv mit der Erforschung von Algen; sie lässt sich von ihnen inspirieren und untersucht deren „Poesie“ sowie ihre Eigenwirksamkeit. Die Künstlerin studierte Industriedesign an der Architekturfakultät der Universität „La Sapienza“ in Rom. Heute lebt sie in Berlin.