Zukunftsfragen werden beim Ausstellungsprojekt insight: Zukunft als Praxis nicht als abstrakte Diskussion, sondern als kollektive, körperliche Praxis verhandelt. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Kunst und Performance experimentelle Felder sind, in denen alternative Lebenszusammenhänge vorgeschlagen und erprobt werden können – wenn auch nur temporär. Schon 2019 mit „Small Projects for Coming Communities“ standen diese Betrachtungen im Fokus unseres Ausstellungsprojekts insight:. Daran knüpfen wir an und laden Künstler*innen ein, ihre Ansätze und Fragestellungen mit den Teilnehmenden gemeinsam zu erproben und zu diskutieren.
Beteiligt sind zeitgenössische Künstler*innen, Performer*innen und Choreograf*innen, die an der Schwelle zwischen bildender Kunst und Theater arbeiten, u.a. Emilia Dorr, Byungseo Yoo, Fara Peluso, das Kollektiv Dreaming in Women, Theo Gomez*.
„someone in some future time will think of us“
(Sappho, Fragment 147)
Gemeinsames Lesen mit Dreaming in Women *
Das Kollektiv Dreaming in Women* nutzt den öffentlichen Raum für gemeinsames lautes Lesen: als Intervention, Konversation, poetische Recherche, als Protest, Performance und Zusammenkunft. Im Rahmen der Ausstellung lesen wir queerfeministische Texte über vergangene und zukünftige Gemeinschaften, u.a. von Sappho, Anne Carson, Kae Tempest, Christine de Pizan und anderen utopischen Poet*innen – und hinterlassen Spuren aus den Texten in der Ausstellung.
Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.